Sonntag,
13. Dezember 2009, 12.00 Uhr
Ein DEFA-Klassiker zur Weihnachtszeit...
Schneeweißchen und Rosenrot
DEFA-Märchenfilm 1978
Schneeweißchen und Rosenrot gehört gewiss zu den schönsten Märchen der Gebrüder Grimm, obwohl es nicht zu den bekanntesten zählt. In der mit viel Liebe entstandenen DEFA-Fassung ist der große Charakterdarsteller Hans-Peter Minetti als böser Berggeist zu sehen.
Hans-Peter Minetti verstarb am 10. November 2006 im Alter von 80 Jahren an Herzversagen. Minetti hielt sich gerade zu einer Kur in Tschechien auf. Der Schauspieler mit der markanten Stimme war einer der großen Theater- und Filmdarsteller in der DDR. Einem großen Publikum wurde er durch die DEFA-Filme Spur der Steine und Schneeweißchen und Rosenrot bekannt. Geboren wurde er am 21. April 1926 als Sohn des bekannten Schauspielers Bernhard Minetti in Berlin.
Der durch die Gruppe Johannisthal im Auftrag der DEFA produzierte Märchenfilm hat das Grimmsche Märchen um einige Motive erweitert, ohne die Grundstruktur zu verändern. So wurde aus dem bösen Zwerg der Märchenfassung ein habgieriger Berggeist, der verantwortlich ist für die Not und Armut der Menschen, die in dieser Gegend leben. Auch der Bruder des zum Bären verzauberten Prinzen spielt von Anfang an eine Rolle. Er wird durch den Berggeist in einen Falken verwandelt. Beide erlangen am Schluss, nachdem der Zauber des Berggeistes gebrochen ist, ihre menschliche Gestalt zurück und halten um die Hand von Schneeweißchen und Rosenrot an. Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute...
Die Musik zum Film schrieb Peter Gotthardt, der auch für den Kultifilm Die Legende von Paul und Paula tätig war.
Zwei unzertrennliche Schwestern leben mit ihrer Mutter im Wald. Täglich gehen die Mädchen in den Wald, um Beeren und Holz zu sammeln. Eines Tages hören sie Hilferufe. Ein kleines graues Männchen hat sich mit seinem langen Bart im Dickicht verfangen. Die beiden Schwestern versuchen, ihn zu befreien, doch nichts hilft, außer einem kleinen Schnitt mit der Schere. Erbost beschimpft sie der kleine Mann und ist voll Undank gegenüber den Mädchen.
Wenige Tage später treffen sie erneut auf den kleinen Mann, der wiederum in höchster Gefahr schwebt. Beim Fischen hat sich sein Bart in der Angelschnur verheddert und er droht von einem großen Fisch unter Wasser gezogen zu werden. Auch diesmal helfen ihm die beiden Schwestern aus seiner Not. Und weil es nicht anders ging, schneiden sie erneut ein Stück seines Bartes ab. Auch diesmal zeigt sich der kleine Mann undankbar. Was die Mädchen nicht wissen, ist, dass dieser kleine Mann ein böser Berggeist ist und durch seinen Bart ungeheure Zauberkraft besitzt.
Schneeweißchen und Rosenrot – ist am 13. Dezember 2009, um 12.00 Uhr, im Sonntagsmärchen im KI.KA zu sehen.
[Texte zur aktuellen Sendung]
[Bilder zur aktuellen Sendung]
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